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Auffanggurte

 

PSA gegen Absturz dient der Arbeitssicherheit und wird überall dort benötigt, wo Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen durchzuführen sind.

Beispiele: Gerüstbau, Dachdeckerei, Hoch- und Tiefbau, Stahl- und Metallbau, Schachtbau, Brückenbau, Montagearbeiten, Fassadenbau, Fassadenreinigung, Arbeiten im Hubsteiger, Schornsteinfeger, Warten und Reinigen von Maschinen und Anlagen, Aufzugsbau, Bau von Solaranlagen und Photovoltaik, und viele andere Arbeiten in der Höhe.

Die Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz ist in der DGUV-Regel 112-198* definiert. (DGUV= Deutsche Gesetzliche Unfall-Versicherung).


Auffanggurte gem. DIN EN 361

Ein Auffanggurt gem. DIN EN 361 ist eine geeignete Körperhaltevorrichtung in einem Auffangsystem (siehe auch unter Sicherheitsausrüstungen). Ein Auffangsystem gehört zum persönlichen Arbeitsschutzsystem gem. DIN EN 363.

Der Auffanggurt - als Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz - hat die Aufgabe, bei einem Absturz die Stoßkraft an geeigneten Stellen in den Körper einzuleiten und die abstürzende Person während des Sturzes und auch danach so zu halten, dass Verletzungen vermieden werden, soweit es nach den Umständen möglich ist.

Ein Auffanggurt besteht aus Gurtbändern, Beschlagteilen, Verschluss- und Einstellelementen, die so angeordnet und zusammengesetzt sind, dass eine Person bei einem Sturz und dem Auffangen gehalten wird. Auffanggurte sind mit hinterer und/oder vorderer Auffangöse ausgestattet, die über dem Körperschwerpunkt liegen.

Auffanggurte mit hinterer Auffangöse sind für Arbeiten geeignet, bei denen sich der Anschlag¬punkt oberhalb oder hinter der zu sichernden Person befindet. Entsprechend sind Auffanggurte mit vorderer Auffangöse eher für Arbeiten geeignet, bei denen sich der Anschlagpunkt oberhalb oder vor der zu sichernden Person befindet.

Alle Auffanggurte von MAS-Safety verfügen über eine hintere Auffangöse (Bild 4), die in einer falldämpfend wirkenden Kunststoffplatte fixiert ist. Bei einem Absturz wird hier bereits ein Teil der Fallenergie vernichtet. Ein großer Teil unserer Auffanggurte ist mit einer zweiten Auffangöse vorne im Brustbereich ausgestattet. Nur die Auffangösen sind geeignet, die im Falle eines Absturzes auftretenden Kräfte so weiter zu leiten, dass ein Verletzungsrisiko weitgehend ausgeschlossen ist.

Es gibt auch Auffanggurte mit einer mittig am Bauchgurt angeordneten Steigschutzöse, die ausschließlich für die Verwendung eines mitlaufenden Auffanggerätes einschließlich einer festen Führung (Steigschutzsystem) vorgesehen sind (Bild 1). Bei der Befestigung von z. B. Höhensicherungsgeräten oder Verbindungsmitteln mit Falldämpfern an der Steigschutzöse im Bauchbereich besteht eine große Verletzungsgefahr der Wirbelsäule bei einem Auffangvorgang.

Auffanggurte, die für die Verwendung in Haltesystemen oder zur Arbeitsplatzpositionierung (gem. EN 358) bestimmt sind, besitzen zusätzliche seitliche Halteösen. Diese sind ebenfalls nicht für Auffangfunktionen geeignet.



Für welchen Arbeitseinsatz ist der Auffanggurt einsetzbar?

Antwort: Beim Produkt finden Sie Piktogramme, an denen Sie erkennen können, für welchen Einsatzzweck der gezeigte PSA gegen Absturz einsetzbar ist. Sämtliche verwendete Piktogramme finden Sie nachfolgend erklärt.



So finden Sie bei uns Ihren individuellen Auffanggurt

In der Kategorie Auffanggurte haben wir Merkmale hinterlegt, nach denen Sie sich Ihren Auffanggurt durch Anklicken der gewünschten Ausstattungsmerkmale schnell und bequem herausfiltern können.

Auffanggurte müssen individuell auf den Körper eingestellt werden können, um die ergonomischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen zu erfüllen. Daher ist Personen mit regelmäßigem Einsatz ein Auffanggurt zur alleinigen Benutzung zur Verfügung zu stellen. Bei der Auswahl des Gurtes sind vor allem die Passform, die erforderlichen Ösen und die Einstellmöglichkeiten maßgeblich.

Je nach Anwendungsfall können ergonomische Zusatzausstattungen wie Schulterpolster, Beinpolster oder Befestigungsmöglichkeiten für Werkzeugtaschen, etc., den Tragekomfort erheblich steigern und die Arbeitsabläufe deutlich erleichtern.

Unsere Auffanggurte der Marke M.A.S zeichnen sich durch einen sehr hohen Grad an Ergonomie aus. Der aus vielen Versuchen speziell entwickelte Gurtverlauf ermöglicht einen sehr hohen Tragekomfort und ein sicheres Hängen im Gurt nach einem Absturz. Speziell die sehr tiefen Umlenkpunkte der Beingurte entlasten die kritischen Bereiche der Leiste nach dem Absturzunfall.

Die komfortable Einstellfunktion der Gurte ermöglicht ein schnelles Anpassen des Gurtes an den Benutzer. Bei den Verschlüssen kann der Anwender zwischen den bewährten Durchsteckrahmen (Bild 2) oder den neuen - gegen unbeabsichtigtes Öffnen geschützen ? Quick-Schnellverschlüssen (Bild 3) wählen. Auch andere Befestigungspunkte für Werkzeugtaschen, Hammer oderHandy sind möglich (Bild 5).


MAS-Safety fertigt alle Auffanggurte ?Made in Germany? nach höchstem Qualitätsstandard. Hohe Flexibilität, Zuverlässigkeit und schnelle Belieferung sind selbstverständlich in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen MAS und Godo. Das gewärleistet eine reibungslose und schnelle Durchführung Ihrer Kundenaufträge. Dabei sind auf Anfrage auch individuelle Sonderfertigungen in Übergröße möglich.


Bis zu welcher Kleidergrösse, bis zu welchem Körpergewicht?

Frage: "ich habe Kleidergröße XXXXL. Welchen Gurt muß ich nehmen ?"

Antwort: Bei uns im Shop können Sie Auffanggurte bis maximal Größe 62 bestellen. Neben der Kleidergröße ist allerdings das Körpergewicht mit entscheidend. Bitte beachten Sie deshalb unbedingt die Angabe beim Produkt. Dort finden Sie jeweils das maximal zulässige Gesamtgewicht, bei dem der Einsatz der jewiligen Einrichtung zulässig ist.

Das Gewicht der Person sowie zusätzliche Lasten (z. B. aus Material, Werkzeug, Kleidung) sind vor allem bei der Auswahl des Gesamtsystems, speziell des energieabsorbierenden Bestandteils, zu berücksichtigen.

In der Regel ist das zulässige Gesamtgewicht 100kg. Das begründet sich dadurch, dass bei den herkömmlichen Prüfverfahren mit einem 100kg schweren Dummy getestet wird. Mit entsprechend schwereren Prüfkörpern kann auch eine Zulassung für Anwender mit einem höheren Körpergewicht erreicht werden. Im umfangreichen Sortiment unseres Partners MAS-Safety finden Sie deshalb eine große Anzahl PSA, die bis zu einem Gesamtgewicht von max. 136kg zugelassen sind. Das für einen Artikel zulässige Gesamtgewicht finden Sie in der Artikelbeschreibung.

Sollte das Körpergewicht des Anwenders so hoch sein, dass der maximale Gesamtwert überschritten würde, darf die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz aus Sicherheitsgründen nicht von der betreffenden Person eingesetzt werden.


Warnweste mit integiertem Auffanggurt

Auffanggurte können in Kleidungsstücke integriert sein. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn neben der Absturzsicherung auch die Sichtbarkeit durch das Anlegen einer Warnweste am Arbeitsplatz vorgeschrieben ist. (siehe auch Auffanggurt mit Warnweste)


Auffangösenverlängerung (Var. B3)

Zur einfacheren Verbindung der rückwärtigen Auffangöse mit einem Höhensicherungsgerät oder einem Verbindungsmittel mit Falldämpfer finden Auffanggurte mit einer Rückenösenverlängerung Anwendung. (Beispiel).

Hinweis: Es ist jedoch darauf zu achten, dass bei einem Auffangsystem mit Falldämpfer die zulässige Gesamtlänge des Systems nicht überschritten wird. Eine Verwendung des fest verbundenen Verbindungsmittels mit mitlaufenden Auffanggeräten ist unzulässig.


Aufbewahrung, Pflege, Wartung

Personliche Schutzausrustungen gegen Absturz sind nach Bedarf zu reinigen und zu pflegen und dürfen bei ihrer Aufbewahrung keinen Einflüssen ausgesetzt werden, die ihren sicheren Zustand beeinträchtigen konnen.

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz sind

  • in trockenen, nicht zu warmen Räumen freihängend aufzubewahren
  • nicht in der Nähe von Heizungen zu trocknen
  • nicht mit aggressiven Stoffen, z.B. Sauren, Laugen, Lotwasser, Olen in Verbindung zu bringen
  • möglichst vor direkter Lichteinwirkung und UV-Strahlung zu schützen.

Sprechen Sie uns bitte an, wenn Sie Fragen dazu haben sollten. Investieren Sie bei Neukauf Ihrer PSA am besten gleich auch in passende Aufbewahrungskoffer oder Kästen. Diese erhalten Sie hier bei uns im Shop.

Wichtiger Hinweis aus der Praxis: Bitte beschriften Sie Ihre Auffanggurte nicht mit Edding oder ähnlichen lösungsmittelhaltigen Stiften, weil dies die Gewebestruktur verletzt und den Auffanggurt unbrauchbar macht. Aus Sicherheitsgründen muss der Auffanggurt dann abgelegt werden. Dieser unnötige Wertverlust ist vermeidbar!


Prüfungen und Revisionen

Der Anwender muß vor jedem Benutzen eine sorgfältige Sichtprüfung durchführen und seine persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz auf ihren ordnungsgemäßen Zustand und einwandfreie Funktion überprüfen.

Da die PSA gegen Absturz das Leben von Mitarbeitern sichern und gegebenenfalls retten muss, ist eine kontinuierliche Wartung und Überprüfung gesetzlich vorgeschrieben.

Durch die DGUV 112-198 hat die Berufsgenossenschaft mindestens alle 12 Monate eine Überprüfung/Revision der PSA durch einen Sachkundigen festgelegt.

Diese PSA Prüfungen können wir schnell und preiswert für Sie durchführen. Information zu möglichem Ablauf und Kosten der Überprüfungen finden Sie hier bei uns im Shop.


Auffanggurte haben eine begrenzte Lebensdauer

Die Benutzungsdauer ist von den jeweiligen Einsatzbedingungen abhängig; die Angaben der Gebrauchsanleitung sind zu beachten. Aus Chemiefaser hergestellte Gurte und Verbindungsmittel unterliegen auch ohne Beanspruchung einer gewissen Alterung; die insbesondere von der ultravioletten Strahlung sowie von klimatischen und anderen Umwelteinflüssen abhangig ist. Deshalb können keine genauen Angaben gemacht werden.

Die maximal zulässige Nutzungsdauer unserer Auffanggurte. Verbindungsmittel und mitlaufenden Auffanggerate betragt 8,5 Jahre. Das Datum der Herstellung und der Termin der Ablegereife sind auf dem Typenschild angegeben mit Monat/Jahr.


Bei Godo finden Sie mit Sicherheit Ihren passenden Auffanggurt!


*) Die Bedeutung von DGUV-Regeln

DGUV Regeln stellen bereichs-, arbeitsverfahrens- oder arbeitsplatzbezogen Inhalte zusammen. Sie erläutern, mit welchen konkreten Präventionsmaßnahmen Pflichten zur Verhütung von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren erfüllt werden können.

DGUV Regeln zeigen zudem dort, wo es keine Arbeitsschutz- oder Unfallverhütungsvorschriften gibt, Wege auf, wie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden können. Darüber hinaus bündeln sie das Erfahrungswissen aus der Präventionsarbeit der Unfallversicherungsträger. DGUV Regeln zeigen zudem dort, wo es keine Arbeitsschutz- oder Unfallverhütungsvorschriften gibt, Wege auf, wie Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren vermieden werden können. Darüber hinaus bündeln sie das Erfahrungswissen aus der Präventionsarbeit der Unfallversicherungsträger.

Aufgrund ihres besonderen Entstehungsverfahrens und ihrer inhaltlichen Ausrichtung auf konkrete betriebliche Abläufe oder Einsatzbereiche (Branchen-/ Betriebsarten-/Bereichsorientierung) sind DGUV Regeln fachliche Emp¬fehlungen zur Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit. Sie haben einen hohen Praxisbezug und Erkenntnis¬wert, werden von den beteiligten Kreisen mehrheitlich für erforderlich gehalten und können deshalb als geeignete Richtschnur für das betriebliche Präventionshandeln herangezogen werden. Eine Vermutungswirkung entsteht bei DGUV Regeln nicht.